Homeschooling, Beachschooling oder Worldschooling

Weltreise

Homeschooling, Beachschooling oder Worldschooling

Sophia und Gregor vor der Mondlanschaft bei Swakopmund, Namibia
Die „Mondlandschaft“ am Welwitschia-Drive bei Swakopmund, Namibia

Für die knapp acht Monate, in denen wir einmal den Erdball umrunden wollten, planten wir, unsere ältere Tochter Sophia selbst zu unterrichten. Sie wollte nach der Reise wieder zurück in ihre Klasse gehen und um diesen Plan zu unterstützen, mussten wir mit dem Lehrplan und Unterrichtsstoff gleichauf bleiben und in unserer täglichen Reiseroutine Unterricht in den Haupt- und Nebenfächern unterbringen.

Graphisches Reisetagebuch führen im Wilsons Promontory Nationalpark, Australien.
Schule am Strand von Gili Air, Indonesien
Beachschooling am Strand von Gili Air, Indonesien.

Rückblickend ist es schön zu sehen, an wie vielen unterschiedlichen Orten Sophia an ihren Schulsachen gearbeitet hat. Noch beeindruckender ist es jedoch, was sie sich von dieser Reise an Wissen, Interessen, Erfahrungen und Inspiration mitgenommen hat, abseits vom klassischen Lehrplan.

Horizont erweitern

Im wahrsten Sinne des Wortes hat sich ihr Horizont erweitert. Fast einmal rund um die Welt quasi. Wir beobachteten sowohl auf der Reise selbst als auch nun im Nachhinein tagtäglich, wie sehr die zahlreichen unterschiedlichen Umgebungen, die Arten zu leben und der Versorgung, das variantenreiche Essen, verschiedenste Lebensmodelle, Landschaften, baulich-räumliche Strukturen, klimatische Bedingungen und der Umgang damit, Sophia inspiriert haben.

Wenn es regnete, mussten wir flexibel sein. Wilsons Promontory National Park, Australien

Wir konnten beobachten, wie entlang dieser Erfahrungen ihre Pläne, Ideen und Vorstellungen sprießen, reifen und klettern. Wie unsere Unterkunft bzw. deren VermieterInnen in Tauranga/Neuseeland Sophias Zukunftsvisionen beflügeln. Wie jeder Roadtrip unsere Flexibilität auf die Probe gestellt hat.

Wie jedes Museum, jeder Ort, jeder Mensch, jede Begegnung Spuren und Eindrücke hinterlassen hat.

Sophia vor einer Vitrine mit wunderschönem Schmuck im Museum of Islamic Art, Doha
Museum of Islamic Art in Doha, Qatar
Schiffswrack Museum in Freemantle, Perth, Australien
Art Gallery in Auckland, Neuseeland

Mit leuchtenden Augen

Wie Sophias Offenheit für anders als gewohnte Lebensmodelle und -umstände wuchs. Wie entspannt sie unterschiedliche Arten zu reisen einfach mitmachte.

Die leuchtenden Augen, wenn sie etwas Neues, Aufregendes, Überraschendes sah, dem auf den Grund ging und ihre eigenen Schlüsse daraus zog.

Jimbo, der Elefant, frühstückt neben unserem Stellplatz: Palmwag, Namibia

Wir haben Elefanten gesehen. An uns vorbeigehend. Nicht nur, als wir auf Safari im Nationalpark waren, sondern auch in einem der Camps. Der Elefant Jimbo, der sich mal eben so nebenbei sein Frühstück von dem Busch neben unserem Dachzelt geholt hat. Abgesehen von einer kleinen schnarchenden Amélie, aber sonst in andächtiger Stille, hat Sophia Nashörner am Wasserloch in Namibia gesehen.

Wir waren auf einem Vulkan (in Neuseeland) und haben einige aus der Ferne gesehen (Neuseeland und Indonesien). Wir konnten den Maori-Haka (Kriegstanz) sehen, haben gemeinsam mit unseren lieben Freuden aus Wien Weihnachten und Neujahr einmal völlig anders als gewohnt gefeiert und waren an dem Ort, wo sich zwei große Meere treffen – Cape Reinga (Neuseeland).

Im Te Puia Maori Village in Rotorua, Neuseeland
Warten auf die Eruption des Geysirs, Rotorua, Neuseeland

Neues lernen

Wir haben uns vor giftigen Schlangen und Spinnen in Australien gefürchtet, aber keine einzige gesehen. Was wir daraus gelernt haben? In Australien ist doch nicht an und hinter JEDER Ecke ein giftiges Tier.
Kängurus sind an uns vorbeigehüpft. Wombats suchten rund um unser Auto nach essbaren Resten. Bunte Papageien bevölkerten die Bäume, laut lachende Kookaburras weckten uns in der Früh.

Kängurus um Perth, Australien

Unser erstes Wombat sahen wir im Wilsons Promontory Nationalpark, Australien

Zusammen schnorchelten wir mit Meeresschildkröten und bunten Fischen rund um die Insel Gili Air. Entdeckten Krabben am Strand in allen Größen und Farben.

Sonnenuntergänge sind überall fantastisch und an jedem einzelnen Ort einzigartig schön.

Wir schätzen noch mehr was wir hier in Wien haben, seit wir salziges Leitungswasser auf den Philippinen hatten, weil es einfach auf der kleinen Insel weit und breit kein Süßwasser gab. Wir haben Reisfelder gesehen, den Reis gerochen. Konnten Menschen bei der mühevollen Reisernte beobachten.

Der Reis wird auf großen Planen oder Tüchern entlang der Straße getrocknet. Bohol, Philippinen.

Fantasie und Inspiration

In Seoul konnten Sophia und Amélie vor der Kulisse großer, weitläufiger und beeindruckender Paläste mithilfe ihrer Fantasie ganze EIGENE Königreiche entstehen lassen und bespielen.

Der Gyeongbokgung-Palast in Seoul, Südkorea

Japan. Inspiration für Sophias zweiten Namen: Minami. Japan, mit seinen Kirschblüten, Landschaften, unglaublich freundlichen Menschen. Mit den detailreichen und wunderschönen, geschichtsträchtigen (sowohl mit traurigem als auch schönem Ursprung) und inspirierenden, ausgeklügelten und genial durchdachten Orten. Von den „eigenen“ vier Wänden, über Parks, Grünanlagen, Gärten und Tempel. Eine Ruhe ausstrahlend, die uns gutgetan hat.

Inari-Schrein in Kyoto, Japan
Hiroshima: die Gedenkstätte an die Opfer der Atombombe von 1945

Glück und Glücksenergie

Neben dem Lehrplan der fünften Schulstufe, hat Sophia in diesen sechs Monaten so viel gelernt! Sechs Monate, in denen wir unterschiedlichste Orte besucht und kennengelernt haben. Menschen, die wir am Weg getroffen haben. Freunde, die wir gewonnen haben. (Welt)Wissen, Verständnis, Interessen, Weltoffenheit. Freude, Glück:

Wunderschöner Sonnenuntergang am Strand im National Park Wilsons Promontory, Australien.

„Hach, ich spüre so eine Energie in mir! Mit so viel Glück! Ich fühl mich so glücklich und voll Energie! Glücksenergie!“

(Sophia, am Strand im Wilsons Promontory Nationalpark, Australien)

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